Das Biwak
Das Willerstedter Biwak geht auf die 888-Jahr Feier im Jahr 1998 zurück. Damals waren fünf Vertreter des „Lützower Freicorps“ als Darstellergruppe zu Gast. Das Gelände rund um den ehemaligen Burghügel „Am Mahl“ gefiel den Leuten so gut, dass diese die Veranstaltung eines Biwaks vorschlugen. Die Idee war geboren.
In der darauffolgenden Zeit wurden die Geschichtsbücher gewälzt und Kontakte geknüpft. Im Juni 1999 war es dann soweit, das erste Biwak fand statt.
Geschichtliche Grundlage der Veranstaltung ist der Zeitraum zwischen der Schlacht bei Jena und Auerstedt und den Befreiungskriegen (1806-1813). Das „Lützower Freicorps“ und dessen Bedeutung für die deutsche Geschichte bilden dabei den Kern. Der Schwerpunkt des Biwaks ist die Darstellung des Lagerlebens zu der damaligen Zeit, wenn die Truppen ihre Zelte während der Streifzüge nahe der Dörfer aufschlugen. Das Biwak ist Geschichte zum Anfassen. Die Besucher sollen Teil des Geschehens werden und eine Vorstellung über die damalige Zeit bekommen. Die persönliche und individuelle Atmosphäre ist der Unterschied zu ähnlichen Veranstaltungen.
Im Laufe der Zeit wurden von den Ortschronisten und dem Heimatverein Willerstedt e.V. viele geschichtliche Informationen zusammengetragen, die die Geschehnisse abseits der großen Schlachtfelder und die Auswirkungen auf die ländliche Bevölkerung näher beleuchten und dokumentieren.
In diesem Jahr findet das mittlerweile 6. Biwak statt. Die Veranstaltung hat sich in ganz Deutschland herumgesprochen und erfreut sich immer größerer Beliebtheit, so dass wir in diesem Jahr historische Vereine und Darstellergruppen unter anderem aus Hamburg, Berlin, Potsdam, Torgau, Leipzig, Jena, um nur einige zu nennen, begrüßen können.
Der Heimatverein Willerstedt e.V. sorgt beim Biwak für den würdigen Rahmen und die Darstellung der Dorfeinwohner. Er richtet den Festplatz her, organisiert einen historischen Markt und kümmert sich um die Versorgung sowie das Unterhaltungsprogramm. Denn es soll , bei allem Ernst der historischen Hintergründe, auch die Geselligkeit und Gemütlichkeit nicht zu kurz kommen. Auch das war früher schon so.