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Der Heimatverein Willerstedt e.V.


Der Heimatverein Willerstedt wurde am 8. Februar 1991 von 36 Einwohnern im Gasthaus „Zum Kranich“ gegründet. Die Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Apolda erfolgte am 23.7.1991. Damit gehörte der Heimatverein zu den ersten eingetragenen und gemeinnützigen Vereinen, die nach der Wende gegründet wurden. Er zählt heute insgesamt 69 Mitglieder.

Fortan bildete der Heimatverein das Zentrum ehrenamtlicher und kultureller Arbeit in Willerstedt. Die Organisation von Dorffesten, Ausstellungen, Kinovorführungen und Vorträgen, die Durchführung von Aufforstungen, Aufräum- und Pflegeaktionen sowie die Aufarbeitung und Dokumentation von regionaler Geschichte sind die wichtigsten Initiativen des Vereins.

Im Jahr 1994 wurde mit der Einrichtung eines Heimatmuseums begonnen, um historische Gegenstände und Dokumente vor dem Verlust zu bewahren und auch der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das alte Feuerwehrgerätehaus in der Dorfmitte wurde in vielen Arbeitsstunden umgebaut und hergerichtet. Die offizielle Eröffnung fand am 2. September 1995 statt.

Die neue Vereinsfahne, die nach alten Fotografien erarbeitet wurde, konnte am 29.06.1996 geweiht werden.
Am 12.11.1997 wurde dem Heimatverein Willerstedt e.V. der Preis für heimatgeschichtliche Leistungen durch den Kreis Weimarer Land verliehen.

Die 888-Jahr-Feier im Jahr 1998 war ein besonderer Höhepunkt der Vereinsarbeit. Bei der Vorbereitung und Durchführung war der Heimatverein die tragende Säule, von dem viele Impulse und Aktivitäten ausgingen. Das gleiche gilt auch diesmal wieder im Hinblick auf das 900-jährige Jubiläum Willerstedts.

Ab 1999 stand der Gemeinde das Gasthaus „Zum Kranich“ und der Saal nicht mehr zur Verfügung. Um auch weiterhin ein „Zuhause“ zu haben, entschloss sich der Heimatverein den alten „Konsum“ aus dem Treuhandvermögen zu kaufen. Der Kaufpreis von damals 10000 DM wurde durch Privatkredite von Vereinsmitgliedern realisiert. Seitdem wurde das Gebäude und das Umfeld in unzähligen ehrenamtlichen Stunden, mit Eigenmitteln und auch Fördergeldern zu dem Zentrum des dörflichen Lebens entwickelt, das es heute ist.